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Reisen mit Hund auf den Kanaren

Beim Reisen mit Hund auf den Kanaren lassen sich das ganze Jahr über lange Sonnenstunden mit wenig Wolken und milden Temperaturen genießen. Genau deshalb bieten sie sich so gut dafür an, unseren kalten Winter zu überspringen und im Warmen zu überwintern. Ein ganzjährig mildes Klima: Das ist das ewige Versprechen der Kanaren. Im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen bei etwa 20 Grad Celsius und es regnet selten. Das perfekte Wetter, um die wunderschönen Vulkanlandschaften zu besichtigen und zu erkunden.

Die Kanaren genießen jährlich über 3.000 Sonnenstunden. So kanst Du dich das ganze Jahr über auf lange, sonnige Tage verlassen. Die Sonne scheint fast immer und ist die ideale Gesellschaft, um am Strand zu sein oder zu wandern. Wenn Du jedoch Deinen BESTEN FREUND mitnehmen willst, wirkt das Überwintern auf den Kanaren auf den ersten Blick vielleicht sogar unmöglich. Denn viele Menschen sind davon überzeugt, dass es äußerst schwierig ist, das Reisen mit Hund. 

Gute Vorbereitung ist alles

Mit etwas Recherche und ein wenig zusätzlicher Planung ist es jedoch gar nicht so schwierig. Das überwintern auf den Kanaren, gemeinsam outdoor unterwegs zu sein. Auch auf die Kanaren lässt sich der eigene Hund mitnehmen. Reist Du aus einem anderen EU-Land ein? Dann muss mindestens 3 Monate und 21 Tage alt sein sowie einen Mikrochip bzw. eine andere zugelassene Art der Identifizierung am Körper besitzen. Außerdem muss er gegen Tollwut geimpft sein und einen europäischen Heimtierausweis haben.

Hund im Flugzeug

Wer aus Zeitmangel fliegen muss, sollte sich an die Fluggesellschaft zu wenden. Nicht bei jeder Fluggesellschaft ist das möglich. Da sprechen wir hier immer nur über Vierbeiner die nicht als Handgepäck durchgehen. Der Platz im Flieger ist für Hunde sehr begrenzt. Meist kostet der Platz für den Hund im Frachtraum mehr als der Platz oben in der Kabine. Für den Platz im Frachtraum braucht der Hund eine flugtaugliche Hundebox. Solche Hundeboxen (Gewicht meist um 10kg) gibt es in gut sortierten Tierfachhandlung.

Die Größe der Box und der Gesundheitszustand wird manchmal von einem Tierarzt vor dem Abflug kontrolliert. Also erst checkt man als Passagier mit dem Hund ein und dort wird ggf. der Tierarzt verständigt. Nach dem Passagier Checkin geht es mit dem Hund zum durchleuchten der Box. Ob auch ja nichts in der Hundbox geschmuggelt wird. Danach trennen sich die Wege vom Hund in der Box. Er wird dann als Sondergepäck extra verfrachtet. Das Abenteuer Reisen mit Hund beginnt ab hier so richtig.

Insider Tipp für den Checkin mit Hund: es gibt genaue Vorschriften wie schwer der Hund mit Box sein darf. Nicht über 40kg! Es gibt aber keine Waage dort für Hundeboxen. Mein Hund hatte beim Fliegen also immer genau 30kg. Schlechtes Gewissen? Nein, die 3kg die mein Hund mehr hatte, habe ich an Gepäck weniger gehabt!

Beruhigungsmittel für den Hund im Flugzeug?

Das hängt vom Wesen des Hund ab. Bei manchen Hunden kann es Sinn machen. Für mein Hund war es niemals Thema. Beim ersten mal fliegen war er etwas verwirrt, als er am Flughafen in die Hundebox musst und ich gegangen bin. Bei der Ankunft hat er sich kurz geschüttelt als er aus der Box durfte. Und danach hat er sofort den nächsten Baum gesucht! Das war alles. Beim zweiten Mal ist er ohne zögern in die Box und es war kein Thema. Am meisten hat mein Hund gestresst, dass das Futter und das Trinken vor dem Flug für seinen Geschmack sehr knapp ausgefallen ist.

Reisen mit Hund auf der Fähre

Wer sich eine Auszeit auf den Kanaren gönnt, wird sein Hund mitnehmen. Was es für ein Genuss ist, Vanlifing auf den Kanaren mit Hund können wahrscheinlich nur Hundefreunde verstehen. Mit der Fähre von Cadiz nach Lanzarote ist für einen Hund wahrscheinlich nicht weniger belastend als mit dem Flugzeug. Die Dauer von 26h auf der Fähre von Cadiz nach Arrecife ist wegen der Möglichkeiten nicht ganz stressfrei. Manche haben das Glück den Camper auf dem zugänglichen Deck zu haben. Dann kann der Hund im Camper die Überfahrt genießen. Für alle andern heißt es mit dem Hund in die Hundebox der Fähre. Diese Boxen sind sehr zweckoptimiert. In einem kleinen Raum sind unzählige Hundeboxen, der Schlauch für den Hochdruckreiniger gleich neben der Tür. Es kann sehr warm und laut werden und einige Hunde haben in diesen Boxen offensichtlich viel Stress.

Das größte Problem ist für gut erzogene Hunde den Platz wo sie ihr Geschäft machen können. Das muss einfach irgendwo auf dem Parkdeck gemacht werden. Für gut erzogenen die es gewohnt sind nicht einfach irgendwo hin zu machen und immer ein Gebüsch oder ähnliches suchen ist das nicht leicht. Plötzlich in einem Bereich wo es sonst nicht geht machen zu müssen.

Der Auslauf ist auf dem Parkdeck ein sehr kleiner Slalomlauf zwischen den geparkten Autos. Es ist nicht viel, aber besser als die ganze Fahrt in der Hundebox zu sein.

Angekommen auf den Kanaren

Die Kanaren sind das ultimative Reiseziel für Hundebesitzer. Geräumige, hundefreundliche Apartments und Hotels, endlose Strände (Achtung: es gibt nur wenige Stände wo es erlaubt ist!) und unterhaltsame Aktivitäten warten auf Euch. Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote gehören zu den tierfreundlichsten kanarischen Inseln. Sie versuchen sogar, die Zahl der haustierfreundlichen Plätze zu erhöhen. Der beste Weg, um sich mit dem Hund auf den Kanaren fortzubewegen ist ein Auto. Denk daran, dass in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf Teneriffa nur Tiere bis 10 kg erlaubt sind. Und auch nicht alle Taxis haustierfreundlich sind.

Es gibt mehrere hundefreundliche Hotels die auch große Gärten verfügen, in denen Hunde herumlaufen können. Doch für einen entspannten Urlaub sind Ferienhäuser oder Fincas wohl die bessere Wahl. In Absprache mit dem Vermieter sind Hunde oft erlaubt und müssen nicht wie in manchen Hotels im Zimmer bleiben, während man in den Speisesaal oder an den Pool möchte.

Hunde und einheimische Bevölkerung

Der Hund auf den Kanaren ist bei den einheimischen sehr verbreitet. Aber es sind meistens die Handgepäck tauglichen. Also doch eher sehr kleine. Viele Kanaren haben vor größeren Hunden Angst. Unter den Einheimischen werden Hunde insgesamt sehr selten von der Leine gelassen. Auch im freien Gelände ohne andere Menschen sind sie sehr oft an der Leine zu sehen.

Hund auf Kanaren: Achtung Sonne!

Die Durchschnittstemperatur beträgt das ganze Jahr über 23° C. Besonders im Sommer und im Süden wird es heiß und trocken, während im Norden eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Damit der Hundeurlaub auf den Kanaren nicht zur Tortur für Mensch und Vierbeiner wird, solltest Du schattige Plätze aufsuchen, ausreichend Flüssigkeit anbieten und regelmäßige Pausen einlegen. 

Wenn es in der Küstengegend zu heiß wird gibt es oft die Möglichkeit in höhere Regionen auszuweichen. Dort sind die Temperaturen oft deutlich geringer.

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